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Private Personalvermittlung wächst rasant

30.05.2008 | News / Pressemeldung

Der Bundesverband Personalvermittlung (BPV) verzeichnet im Jahr 2007 eine Steigerung von 34,5 Prozent.
branchenwachstum
Im Jahr 2007 konnten die privaten Personalvermittler wie im Vorjahr überdurch-schnittlich gestiegene Vermittlungserfolge bei der Besetzung von Stellen erzielen. Dies zeigt die vom Bundesverband Personalvermittlung e.V. (BPV) durchgeführte Mitgliederumfrage, deren Ergebnisse der größte und älteste Branchenverband, dessen Mitglieder an rund 700 Standorten in Deutschland aktiv sind, heute vorlegt.

Bonn/Wiesbaden – 28. Mai 2008.

Mit einer erneut deutlich gestiegenen Zahl von Stellenvermittlungen erlebt die Branche der Personalvermittler einen weite-ren Nachfrageschub. Nach Auswertung der aktuellen Umfrage des BPV unter seinen Mitgliedern zeigt sich, dass alle Verbandsmitglieder in 2007 ihre Vermitt-lungserfolge um durchschnittlich 34,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern konnten. Dabei hat sich der rasante Anstieg aus 2006 von 50 Prozent etwas abgeschwächt. Jedoch erwarten die Befragten für 2008 eine weitere Steigerung der Vermittlungszahlen.
Anke Peiniger, Vorstandsvorsitzende des BPV und Geschäftsführerin der Pei-niger Personalberatung GmbH in Solingen, überraschen diese Zahlen nicht: „Der Stellenmarkt ist stark in Bewegung, in immer mehr Bereichen herrscht eher Kandidatenmangel, bis hin zum „war for talents“. Dieser Trend wird sich fortsetzen, weil die Konjunkturprognosen gut sind und die Folgen des demo-grafischen Wandels auf dem Arbeitsmarkt immer stärker zum Tragen kommen.“ Anke Peiniger ist überzeugt, dass „Unternehmen zunehmend Personalvermittler beauftragen werden, die den gesamten Prozess der Stellenbesetzung von der Suche über die Auswahl bis zur punktgenauen Präsentation passender Kandi-daten steuern.“
Die Umfrage bestätigt den Trend des Vorjahres, dass Unternehmen vor allem Fachkräfte suchen – branchenübergreifend. Ein Großteil der Befragten weist darauf hin, dass besonderer Personalmangel im Ingenieurwesen, in IT-Berufen, in Vertrieb und Marketing sowie im Finanzwesen herrscht. Erschwerend für su-chende Unternehmen und die beauftragten Personalvermittler kommt hinzu, dass gut ausgebildete Mitarbeiter inzwischen zwar wieder bereit sind, ihre An-stellung aufzugeben und zu einem neuen Arbeitgeber zu wechseln, die Aus-wahl aber sehr sorgfältig und kritisch treffen.
Die Bedeutung des staatlich finanzierten Vermittlungsgutscheins sehen die Mit- glieder des BPV in 2008 überwiegend abnehmen. Allerdings hatte 2007 die Zahl der eingesetzten Vermittlungsgutscheine eine höhere Relevanz erreicht als 2006. Anke Peiniger: „Der Vermittlungsgutschein ist nach wie vor ein guter Anreiz für Personalvermittler, die sich um Menschen mit Vermittlungshemmnis-sen kümmern. Für die Personalvermittler, deren Kerngeschäft jedoch das Pla-cement von Fachkräften ist, wird der Stellenwert abnehmen. Und wenn man berücksichtigt, dass verstärkt im Bereich der Qualifizierten vermittelt wird, dann ist nachvollziehbar, dass der Vermittlungsgutschein zukünftig an Bedeutung verlieren wird.“

Weiteres Potenzial für private Personalvermittler

Der Gesamtmarkt der privaten Personalvermittlung ist aufgrund seiner hetero-genen Struktur schwer einzuschätzen. Die Steigerungsraten der BPV-Mitglie-der von durchschnittlich 34,5 Prozent im Jahr 2007 lassen, hochgerechnet auf den Gesamtmarkt bei gleichmäßiger Entwicklung, einen Anteil aller privaten Vermittlungen im deutschen Arbeitsmarkt von rund 400.000 Stellen erwarten. Für 2006 wurde aufgrund der im vergangenen Jahr erhobenen Daten des BPV mit ca. 300.000 privaten Vermittlungen gerechnet. Basis der Schätzungen ist der letzte Bericht des IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) zur Personalvermittlung aus dem Jahr 2005.
Für 2008 erwartet der BPV eine Steigerung im zweistelligen Prozentbereich für die gesamte Branche der Privaten Vermittlung. Anke Peiniger: „Der Markt ist riesig. Auf der Seite der Arbeitnehmer gewinnt die Rolle des Personalvermittlers als lebenslanger Begleiter immer mehr an Bedeutung. Die kommende Heraus-forderung lautet: Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Stellensuchende davon zu ü-berzeugen, dass wir sehr viel für sie tun können.“
Quelle: Bundesverband Personalvermittlung.
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